Logsy Voice · Hilfe

Wenn es hakt.

26 Fragen, die am häufigsten auftauchen — und was dagegen hilft. Von der ersten Warnung von Windows bis zum Ablaufprotokoll.

Erste Schritte

Herunterladen, installieren, die erste Warnung von Windows — und dann diktieren.

Windows warnt beim Start des Installers

Der Installer trägt noch keine Authenticode-Signatur. Deshalb zeigt SmartScreen beim ersten Start ein blaues Fenster „Der Computer wurde durch Windows geschützt“. Das ist die Warnung für jede unsignierte Datei, kein Urteil über den Inhalt.

Klick auf Weitere Informationen, dann auf Trotzdem ausführen. Prüfen kannst du die Datei vorher: Die SHA-256-Prüfsumme steht in der info.json neben dem Download.

Aktualisierungen aus der Anwendung heraus sind davon nicht betroffen — sie werden über eine eigene Signatur geprüft, nicht über Windows.

Brauche ich Administratorrechte?

Nein. Logsy Voice installiert sich in dein Benutzerprofil, nicht nach C:\Programme. Es fragt weder bei der Installation noch bei einer Aktualisierung nach einem Adminkennwort.

Wo ist das Fenster nach dem Start?

Beim ersten Start öffnet sich die Ersteinrichtung. Danach läuft Logsy Voice im Hintergrund: Ein Symbol im Infobereich der Taskleiste zeigt, dass zugehört werden kann. Ein Fenster brauchst du zum Diktieren nicht — die Taste reicht.

Die Einstellungen erreichst du über das Symbol im Infobereich oder über den Eintrag im Startmenü.

Wie diktiere ich?

Strg + Win gedrückt halten. Eine kleine Leiste erscheint und hört zu. Sprich, was du schreiben willst — ganze Sätze, in deinem Tempo. Dann die Tasten loslassen: Der Text steht dort, wo gerade der Cursor war.

Die Kombination lässt sich unter Stimme ändern. Strg + Umschalt + Win schaltet die Aufnahme um, statt sie zu halten — für längere Diktate.

Diktieren

Wenn nichts ankommt, das Falsche ankommt oder die Leiste sich nicht meldet.

Der Text wird erkannt, erscheint aber nirgends

Der häufigste Grund: Das Zielfenster läuft mit höheren Rechten als Logsy Voice — etwa ein Programm, das du „als Administrator“ gestartet hast. Windows lässt dann keine Eingaben von einem normalen Programm zu. Die Anwendung erkennt das und meldet es in der Leiste.

Entweder startest du das Zielprogramm ohne erhöhte Rechte, oder du startest Logsy Voice ebenfalls als Administrator. Der erkannte Text liegt in jedem Fall in der Zwischenablage — Strg + V holt ihn nach.

Ich halte die Tasten, aber die Leiste erscheint nicht

Prüf zuerst, ob Logsy Voice läuft — das Symbol im Infobereich. Läuft es, kann ein anderes Werkzeug die Tastatur vorher abfangen: Makro-Programme, Tastatur-Remapper oder ein zweites Diktierwerkzeug. Beende sie testweise.

Hilft das nicht, starte Logsy Voice neu. Bleibt der Fehler, sieh unter Diagnose nach — dort steht, ob die Tastenüberwachung angemeldet werden konnte.

Logsy Voice hört nichts

Unter Stimme steht, welches Mikrofon verwendet wird. Ein Pegelbalken daneben zeigt, ob überhaupt Ton ankommt. Kommt keiner, ist meist ein anderes Gerät ausgewählt — Headsets und Webcams bringen eigene Mikrofone mit.

Prüf außerdem in Windows unter Datenschutz & Sicherheit → Mikrofon, ob Desktop-Apps auf das Mikrofon zugreifen dürfen.

Es wird die falsche Sprache erkannt

Im Auslieferungszustand ist die Erkennung auf Deutsch festgelegt. Unter Modelle kannst du eine andere Sprache wählen oder auf „automatisch“ stellen. Fest eingestellt erkennt Whisper verlässlicher als automatisch — vor allem bei kurzen Diktaten.

Beim Diktieren öffnet sich das Startmenü oder ein anderer Desktop

Strg + Win leitet einige Windows-Kürzel ein — etwa Strg + Win + D für einen neuen virtuellen Desktop. Logsy Voice hält das Startmenü zurück, solange die Kombination gehalten wird; ein zusätzlicher Buchstabe während des Haltens löst aber weiterhin das Windows-Kürzel aus.

Wenn das im Alltag stört: Unter Stimme eine Kombination mit einer Haupttaste wählen.

Meine Musik stoppt und Discord schaltet mich stumm

Das ist gewollt: Während du diktierst, hält Logsy Voice die Wiedergabe an und schaltet dich in Discord stumm, damit die Aufnahme sauber bleibt und niemand mithört. Danach läuft alles weiter wie vorher. Beides lässt sich unter Integrationen abschalten.

Modelle und Tempo

Grafikkarte oder Prozessor, Speicher und die Wahl des Modells.

Die Erkennung dauert lange

Mit einer NVIDIA-Grafikkarte läuft die Erkennung beschleunigt über CUDA. Ohne eine solche Karte rechnet der Prozessor — das funktioniert, dauert bei langen Diktaten aber spürbar länger. Welche der beiden Fassungen gerade arbeitet, steht unter Diagnose.

Zwei Stellschrauben: Unter Modelle ein kleineres Modell wählen (Q5 statt F16), und unter Allgemein „Modell geladen halten“ einschalten — dann entfällt das Laden vor jedem Diktat.

Ich habe eine NVIDIA-Karte, aber es rechnet der Prozessor

Logsy Voice wechselt von selbst auf die CUDA-Fassung, sobald die nötigen Bibliotheken vorliegen. Fehlen sie, bleibt es beim Prozessor — ohne Fehlermeldung, weil das Diktat ja funktioniert. Aktualisiere den NVIDIA-Grafiktreiber; die Diagnose zeigt, ob CUDA danach gefunden wird.

Logsy Voice belegt 1,6 GB Arbeitsspeicher

So groß ist das geladene Whisper-Modell. Steht „Modell geladen halten“ auf an, bleibt es nach dem Diktat im Speicher, damit das nächste sofort beginnt. Mit „Nach Leerlauf freigeben“ gibt Logsy Voice den Speicher nach 5, 15 oder 60 Minuten ohne Diktat zurück — der Mittelweg für Rechner, auf denen der Speicher knapp ist.

Welches Modell soll ich wählen?

Alle drei sind Whisper Large-v3-Turbo, nur unterschiedlich fein gespeichert:

Q5
Am kleinsten und schnellsten. Für den Prozessor und Karten mit wenig Speicher.
Q8
Der Mittelweg — kaum ein hörbarer Unterschied zu F16, deutlich kleiner.
F16
Volle Genauigkeit. Auf einer Karte mit 12 GB unproblematisch.

Nachbearbeitung

Wenn ein Sprachmodell den erkannten Text glätten soll — und wohin er dabei geht.

Was macht die Nachbearbeitung?

Sie lässt ein Sprachmodell über den erkannten Text gehen: Füllwörter raus, Zeichensetzung rein, Sätze glätten. Sie ist im Auslieferungszustand aus und wird unter KI eingeschaltet.

Schlägt die Nachbearbeitung fehl — kein Netz, falscher Schlüssel —, wird der Rohtext von Whisper unverändert eingefügt. Ein Diktat geht nie verloren.

Welche Anbieter kann ich verwenden?

Gemini über einen API-Schlüssel, Codex und Antigravity über ihre Kommandozeile — und jeden Dienst, der die Schnittstelle von OpenAI spricht: LM Studio und Ollama auf deinem Rechner, Groq oder vLLM im Netz. Eingetragen werden Adresse, Modell und, falls der Dienst einen verlangt, ein Schlüssel.

Verlässt mein Text den Rechner?

Die Aufnahme nie. Der erkannte Text nur dann, wenn die Nachbearbeitung eingeschaltet ist und der Anbieter im Netz liegt. Läuft der Dienst auf deinem Rechner — LM Studio, Ollama —, bleibt auch der Text bei dir; die Datenschutzseite in der Anwendung zeigt dann keine Übertragung an.

Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

„Prüfe den API-Schlüssel“

Der Schlüssel unter KI → Gemini fehlt oder wird von Google abgelehnt. Prüf, ob er vollständig eingefügt ist und ob das Projekt dahinter noch Kontingent hat. Bis dahin wird der Rohtext eingefügt.

Erweiterungen

Add-ons sind eigene Programme neben der Anwendung — so bindest du sie ein.

Wie installiere ich ein Add-on?

Ein Add-on ist ein Ordner mit einer addon.json und einer Programmdatei. Er kommt nach

%APPDATA%\de.whisperflow.app\addons\<kennung>\

Der Ordnername muss der Kennung aus der addon.json entsprechen. Liegt er dort, ist das Add-on installiert; unter Integrationen erscheint es beim nächsten Start. Löschen des Ordners ist die Deinstallation.

Kann ich ein eigenes Add-on bauen?

Ja. Add-ons reden über JSON-Zeilen mit dem Kern — jede Sprache, die eine Programmdatei erzeugt, kommt in Frage. Das Format und eine Vorlage stehen auf GitHub; das Spotify-Add-on ist als Beispiel offen.

Aktualisieren

Wie neue Fassungen ankommen, und was du dafür tun musst.

Wie bekomme ich eine neue Fassung?

Gibt es eine neue Fassung, zeigt Logsy Voice sie unten in der Seitenleiste — mit den Hinweisen dazu und einem Knopf, der sie installiert. Unter Allgemein kannst du jederzeit selbst nachsehen. Vor der Installation wird die Signatur der Datei gegen einen fest einkompilierten Schlüssel geprüft — eine Datei ohne passende Signatur wird nicht ausgeführt.

Was sich geändert hat, steht auch hier auf der Seite: Changelog.

Im Startmenü stehen WhisperFlow und Logsy Voice

Seit 0.1.3 heißt die Anwendung Logsy Voice; die Fassung hat sich neben die alte gelegt, weil der Name im Installationsverzeichnis steckt. Deine Einstellungen sind mitgezogen. Deinstalliere WhisperFlow über Apps & Features — danach bleibt nur der eine Eintrag.

„Beende das Diktat und versuche es dann noch einmal“

Eine Aktualisierung wartet, bis kein Diktat mehr läuft — sonst würde sie die Anwendung mitten in der Erkennung beenden. Tasten loslassen, kurz warten, noch einmal prüfen.

Protokoll und Support

Wenn nichts davon hilft: das Ablaufprotokoll, der Code und der Weg zu uns.

Wie schicke ich ein Ablaufprotokoll?

Unter Diagnose gibt es „Protokoll senden“. Die Anwendung zeigt vorher, was mitgeht: die Protokolldateien der letzten Tage, der Diagnosebericht, Angaben zu Fassung, Windows, Prozessor und Grafikkarte — und die Notiz, die du dazuschreibst.

Nach dem Senden bekommst du acht Zeichen, etwa K7M2-QN4X. Mit ihnen kannst du unter logsy.de/voice/protokoll jederzeit ansehen, was übertragen wurde. Nach dreißig Tagen wird das Bündel gelöscht.

Stehen meine Diktate im Protokoll?

Nur, wenn du unter Diagnose „Erkannten Text protokollieren“ eingeschaltet hast — das ist im Auslieferungszustand aus. Sonst stehen dort Zeitpunkte, Dauer, Fehler, Dateipfade und Fensternamen, aber kein Diktatinhalt.

Wie erreiche ich euch?

Per Mail an [email protected] — mit dem Code aus dem Protokoll, wenn du eines geschickt hast, dann schauen wir auf dieselbe Datei. Oder über das Kontaktformular auf der Netzwerkseite.

Nichts dabei?

Dann frag uns direkt.

Schreib, was passiert und was du erwartet hast. Hast du ein Ablaufprotokoll geschickt, leg den Code dazu — dann schauen wir auf dieselbe Datei. Was wir beantworten, landet danach auch hier.